Bergisch Gladbach Bahnlaufserie

Da ich mir für dieses Jahr einige neue Bestzeiten vorgenommen hatte, probierte ich im Sommer das Abenteuer "Bahnlauf" aus. Zunächst musste ich feststellen, dass man doch auf der Bahn wesentlich gleichmäßiger läuft als bei einem Citylauf. Manche Läufer teilen sich das Rennen sogar dahingehend ein, dass der letzte Kilometer noch deutlich schneller gelaufen wird. So musste ich bei meinem ersten Bahnlauf in Aachen über 3000m auch kräftig Lehrgeld zahlen, ging ich doch mit ca. 3:40 Minuten den ersten Kilometer viel zu schnell an. Am Ende wurde ich dann nur noch überholt, was sehr frustrierend war. Auch bei meiner eigentliche Stärke - dem Schlusssprint - versagte ich auf voller Linie. Aber immerhin gelang es mir noch mit 11:54 Minuten unter 12 Minuten zu bleiben.

Naja mit dieser Erfahrung fuhr ich dann nach Bergisch Gladbach. Bergisch Gladbach bietet eine Serie von drei Läufen an: 3000, 5000 und 10000 m. Man kann auch eine Kurzstreckenserie laufen.

Die 3000m lief auch Sabrina Mockenhaupt, die sich dabei für die WM in Paris vorbereitete und eine deutsche Jahresbestzeit erzielte.

Bei der Meldung konnte man seine Zeiten eingeben. Entsprechend wurde man in verschiedene Läufe eingeteilt. Teils aus Zeitgründen und teils, weil ich lieber in langsameren Läufen vorne mitlaufe, entschied ich mich jeweils für den langsamsten Lauf.

Die 3000m verliefen dann auch schon recht vielversprechend. Ich ging wesentlich langsamer als in Aachen an. Mit einem anderen Läufer und einer anderen Läuferin liefen wir sehr gleichmässig, etwa 1000m vor dem Ziel verabschiedete sich dann unser männlicher Kollege, so dass der Frauendoppelsieg dieses Laufs zumindest perfekt war.

Etwa 600m vor dem Ziel konnte ich mich dann letztendlich absetzen. Mit 11:42 erzielt ich nebenbei auch noch eine neue Bestzeit.

Über 5000m hatte ich mir vorgenommen, endlich die 20 Minuten Grenze zu knacken. Es sollte wieder einmal beim Vorsatz bleiben. Mit 20:12 kam ich schließlich ins Ziel. Allerdings lief dieser Lauf auch nicht optimal für mich. Einen Teil der Strecke musste ich alleine laufen und hatte keinen "Zugläufer".

Dafür verlief der 10er wieder besser. Ab Kilometer 5 setzte ich mich an die Spitze. Leider musste ich ab diesem Zeitpunkt jedoch das Tempo machen. Aber das ließ sich leider nicht vermeiden. Etwa eine Runde vor Schluss konnte ich mich dann absetzen und lief mit 42:26 eine neue Bestzeit, an der ich wohl noch lange zu knacken habe.

Bahnläufe haben einiges mit Taktik zu tun. Meine Erfahrungen in Bergisch Gladbach konnte ich dann schon in Dortmund sinnvoll einsetzen. Das war ein gigantisches Erlebnis am Fuße des Westfalenstadions im Stadion Rote Erde. Mit 11:36 konnte ich sehr zufrieden sein.

Für mich kann ich sagen, dass ich Bahnläufe Straßenläufen oder gar Waldläufen vorziehe. Da hat aber wohl jeder eine andere Meinung. Man kommt sich einfach schneller vor.